Welcome in the ceramics museum Bürgel

Aktuelle Sonderausstellung

„Anstatt unnützem Ziergerät“
Prähistorische Keramik und Bürgeler historistische Replikate

02. Oktober 2021 bis 17. April 2022

»Anstatt unnützem Ziergerät«. Hinter diesem etwas kryptischen Titel verbirgt sich die über hundert Jahre alte Bewerbung einer Bürgeler Tonwarenfabrik für Replikate mitteldeutscher prähistorischer Keramik. Die Sonderausstellung nimmt gleichzeitig eine der interessantesten Epochen der Bürgeler Töpferei – die Zeit um 1900 – und 6000 Jahre Keramikgeschichte im Mitteldeutschen Raum in den Blick. Die Herstellung der Replikate entspricht dem im Historismus Ausdruck findenden Bedürfnis nach Zurschaustellung eigenen Geschichtsbewusstseins bzw. der Renaissance-, Mittelalter- und Antikenbegeisterung. Die Nachbildungen der prähistorischen Keramiken dienten neben dem Schmuck bürgerlicher Haushalte maßgeblich der lebendigen Unterrichtung in Schulen, Universitäten und bei Vorträgen. Ähnlich wie heutige museumspädagogische Konzepte sollten sie neue Möglichkeiten unmittelbaren Erlebens jenseits zweidimensionaler Abbildungen schaffen. Durch Leihgaben der Sammlung Ur- und Frühgeschichte der FSU Jena und des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle werden die historischen Bürgeler Repliken gemeinsam mit den zu Grunde liegenden Originalobjekten präsentiert.

Ziergeraet3
Ziergeraet2
Ziergeraet4
Ziergeraet1
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Einblicke in die Daueraustellung

Historismus detail 1
Historismus detail 2
Dauerausstellung KMB2
Vexierkrug
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(Deutsch)

Sonderausstellung im Rokokoschloss Dornburg

Marguerite Friedlaender:
Pötte-Potten-Pots. Lebensstationen einer deutsch-jüdischen Bauhäuslerin

11. September bis 31. Oktober : Do. - Di. 10 bis 17 Uhr

Im Rahmen der Themenjahre zu jüdischem Leben und Kultur in Deutschland und Thüringen sind im Rokokoschloss Dornburg und im Keramik-Museum Bürgel Werke der bedeutenden Keramikerin Marguerite Friedlaender zu sehen. Für die bei Lyon in Frankreich geborene Kosmopolitin selbst spielte der jüdische Glauben keine entscheidende Rolle und doch bestimmte er auch ihren Lebensweg. Am Weimarer Bauhaus ist sie eine der Protagonisten in der Töpferei und legt als einzige Frau die Gesellenprüfung in der Keramischen Werkstatt ab. Danach übernimmt sie als erste Töpfermeisterin an einer Kunsthochschule – der Burg Giebichenstein in Halle/Saale – die Leitung einer Keramikwerkstatt. Hier entwickelt sie in Kooperation mit der Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin Ikonen des Porzellandesigns. Eine jähe Zäsur bringt die Machtergreifung der Nationalsozialisten. Sie muss Deutschland verlassen und baut in Putten bei Amsterdam mit ihrem Ehemann Franz Rudolf Wildenhain die Töpferei »Het Kruikje« auf. 1940 emigriert sie aus dem mittlerweile besetzten Holland in die USA. Auf der „Pond Farm“ in Kalifornien begründet sie eine Summerschool, vermittelt die Ideale des Bauhauses und zeigt der amerikanischen Keramik so neue Wege auf.

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Ein Bogler-Teller für das Bauhaus-Werkstatt-Museum Dornburg

Unterstützen Sie den Ankauf auf: https://bauhaus-keramik.de

Theodor Bogler war einer der wichtigsten Bauhaus-Keramiker. Seine modularen Teekannen und die Küchengefäße für das “Haus am Horn” gehören zu den bedeutendsten Entwürfen für Gebrauchsobjekte des Weimarer Bauhauses. Zusammen mit Otto Lindig und Marguerite Friedlaender legte Bogler 1922 die Gesellenprüfung als Töpfer ab. Der Förderkreis möchte einen großen, bemalten Teller Boglers erwerben. Das einmalige Stück ist auf dem Spiegel, mit dem Jahr der Gesellenprüfung, datiert und auf der Rückseite signiert. Das Stück ist ein seltenes Einzelstück von erheblichen kulturellem Wert und soll zukünftig in der Dauerausstellung des 2019 eröffneten Bauhaus-Werkstatt-Museum Dornburg präsentiert werden. Das Museum bewahrt und zeigt die letzte am originalen Ort erhaltene Werkstatt des Bauhauses.

 

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