Keramikpreis

Der Walter-Gebauer-Keramikpreis Bürgel ist heute einer der anerkanntesten Preise auf seinem Gebiet.

Seit 1995 wird der Wettbewerb jährlich ausgelobt und der Preis während des Bürgeler Töpfermarktes vergeben. Mit dem einzigen mitteldeutschen Keramikpreis sollen Keramiken in hoher handwerklicher Qualität und mit besonderem gestalterischen Anspruch gewürdigt werden.
Dabei werden die ideenreiche Umsetzung der thematischen Vorgabe und die Anwendung traditioneller keramischer Techniken ebenso anerkannt wie die Suche nach erweiterten Ausdrucksformen in der Keramik.

Ganz in diesem Sinne wird mit dem Preis an den verdienstvollen Bürgeler Töpfermeister und Keramiklehrer Walter Gebauer (1907-1989) erinnert.


2008 stellte ART regio, das Kunstförderprogramm der SparkassenVersicherung, als einer von drei Auslobern erstmals das Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro zur Verfügung.
Seit dieser Zeit wird der Preis von ART regio gefördert. Mitauslober sind daneben der Förderkreis Keramik-Museum Bürgel und Dornburger Keramik-Werkstatt e.V. der Bürgeler Töpfermarkt e.V. (bis 2014 die Bürgeler Töpfermarkt GmbH).
Zur Attraktivität des Preises gehören die zweitägige öffentliche Wettbewerbsausstellung, die jedes Jahr aufs neue von mehreren Tausend Besuchern besichtigt wird, und die bis ins erste Jahr zurückreichende Ankaufstradition: Bisher ist es in jedem Jahr gelungen, die preisgekrönte Arbeit und die von der Jury mit Anerkennungen geehrten Wettbewerbsbeiträge für das Keramik-Museum Bürgel anzukaufen. Dort bildet diese Gruppe inzwischen einen eigenen Sammlungsbereich für Gegenwartskeramik.

Besucherinnen und Besucher der Wettbewerbsausstellung haben jedes Jahr die Möglichkeit, in geheimer Abstimmung den Publikumspreis zu vergeben.

Das Exponat, das die meisten Stimmen erhält, wird mit Hilfe von Sponsoren angekauft und anschließend unter denen, die für dieses Exponat gestimmt haben, verlost.

Informationen zur Ausschreibung

Die Teilnahme
ist für alle in Deutschland lebenden Personen, die hauptberuflich auf dem Gebiet der Keramik arbeiten oder sich in einer keramischen Ausbildung befinden, offen. Ausländische Keramikerinnen und Keramiker dürfen teilnehmen, wenn Sie im jeweiligen Jahr als Aussteller am Bürgeler Töpfermarkt teilnehmen.
Das Thema
wird von den Auslobern jährlich neu festgelegt und spätestens bis Ende Februar bekannt gegeben. Im Jahr 2018 lautet das Thema „EDer fremde Impuls“. Weitere Informationen finden Sie hier.
Die Anmeldung zur Teilnahme am Wettbewerb muss bis 15. Mai formlos beim Keramik-Museum Bürgel eingegangen sein. Die Wettbewerbsarbeit kann persönlich abgegeben oder postalisch zugesandt werden.
Ebenfalls jährlich neu berufen wird die Wettbewerbsjury.
Art regio und das Keramik-Museum Bürgel haben als gesetzte Mitglieder jeweils eine Stimme. Die übrigen drei Mitglieder sollen nach Möglichkeit die handwerkliche Töpferei, die künstlerische Keramik und den Ausbildungsbereich vertreten. Die Jury vergibt heute einen Hauptpreis und darf daneben Anerkennungen aussprechen. Das Preisgeld darf geteilt und die Anerkennungen mit Prämien gewürdigt werden. Darüber hinaus hat die Jury die Möglichkeit, gegenüber dem Keramik-Museum Bürgel Empfehlungen für Ankäufe auszusprechen.

Themen und Preisträger/innen früherer Wettbewerbe

2018: „Der fremde Impuls“
Zwei Preise zu gleichen Teilen und eine Anerkennung wurden vergeben.

Susanne Weise, Halle (Walter-Gebauer-Keramikpreis)
Markus Böhm, Laerz (Walter-Gebauer-Keramikpreis)
Birgitt Darley, Berlin (Anerkennung)


2017: „Enghalsig“
Ein Keramikpreis und drei Anerkennungen wurden vergeben.

Annette Wandrer, Apolda (Walter-Gebauer-Keramikpreis)
Bernhard Elsässer, Halle (Anerkennung)
Ulrike Uschmann, Halle (Anerkennung)
Mechthild Kießling, Radebeul (Anerkennung)


2016: „Gut bewahrt“
Ein Keramikpreis und zwei Anerkennungen wurden vergeben.

Martin Möhwald, Halle (Walter-Gebauer-Keramikpreis)
Annette Wandrer,Berlin (Anerkennung)
Ulrike Sandner, Leipzig (Anerkennung)


2015: „Das Keramik-Spiel“
Ein Keramikpreis und zwei Anerkennungen wurden vergeben.

Katharina Link & André Santowski Weimar/Müncheberg (Walter-Gebauer-Keramikpreis)
Anna Erdös, Budapest (Anerkennung)
Gideon Necker, Höhr-Grenzhausen (Anerkennung)


2014: „Unglasiert“
Ein Keramikpreis und vier Anerkennungen wurden vergeben.

Imke Splittgerber, Boren (Walter-Gebauer-Keramikpreis)
Bernhard Elsässer, Halle / Saale (Anerkennung)
Beate Borchard, Erfurt (Anerkennung)
Stanislava Maryskova, Hamburg (Anerkennung)
Jochen Rüth, Altisheim (Anerkennung)


2013: „Das Kleine im Großen“
Ein Keramikpreis und zwei Anerkennungen wurden vergeben.

Christina Salzwedel, Halle (Walter-Gebauer-Keramikpreis)
Ludwig Laser, Berga (Anerkennung)
Nina Naußed, Halle (Anerkennung)


2012: „Keramik schmückt“
Ein Keramikpreis und vier Anerkennungen wurden vergeben.

Anne Rößler, Dresden (Walter-Gebauer-Keramikpreis)
Ralf Dostmann, Seifertshofen (Anerkennung)
Claudia Bischoff, Halle / Burg Giebichenstein (Anerkennung)
Stephanie Bierwirth, Dresden (Anerkennung)
Claudia Küster, Halle / Burg Giebichenstein (Anerkennung)


2011: „Kaffee-Genuss“
Ein Keramikpreis und vier Anerkennungen wurden vergeben.

Martin Möhwald, Halle (Walter-Gebauer-Keramikpreis)
Ludwig Laser, Berga (Anerkennung)
Ute Dreist, Techentin (Anerkennung)
Katharina Müller, Halle / Burg Giebichenstein (Anerkennung)
Anke Zapf, Kromsdorf (Anerkennung)


2010: „Die Teekanne“
Ein Keramikpreis und zwei Anerkennungen wurden vergeben.

Lena Biesalski, Halle / Burg Giebichenstein (Walter-Gebauer-Keramikpreis)
Martin Möhwald, Halle (Anerkennung)
Gernot Fritsche, Suhl (Anerkennung)


2009: „Tablett“
Ein Keramikpreis und drei Anerkennungen wurden vergeben.

Hanno Leischke, Dresden (Walter-Gebauer-Keramikpreis)
Birgit Hasse, Lenzen (Anerkennung)
Nina Naußed, Halle / Burg Giebichenstein (Anerkennung)
Hannes Uhlenhaut, Halle / Burg Giebichenstein (Anerkennung)


2008: „Keramik für Blumen“
Ein Keramikpreis und drei Anerkennungen wurden vergeben.

Iris Schöne, Großhennersdorf (Walter-Gebauer-Keramikpreis)
Inke Lerch, Bünsdorf (Anerkennung)
Katharina Link, Weimar (Anerkennung)
Jordi Mendez Canalias, Jena (Anerkennung)


2007: „Kindergedeck“
Zwei Keramikpreise wurden vergeben.

Birgit Hasse, Lenzen (1.Preis)
Iris Schöne, Großhennersdorf (1.Preis)


2006: „Das Trinkgefäß“
Drei Keramikpreise wurden vergeben.

Christoph Zange, Stuttgart
Annette Wandrer, Berlin
Thomas und Katrin König, Kranenburg


2005: „Die Flasche“
Drei Keramikpreise wurden vergeben.

Ludwig Laser, Berga (1.Preis)
Katharina Link, Weimar (1.Preis)
Klaus-Peter Karl, Luthe-Wildenau (1.Preis)


2004: „Der Übertopf“
Drei Keramikpreise wurden vergeben.

Johannes Rauer, Venne (1.Preis)
Petra Töppe-Zenker, Kapellendorf (1.Preis)
Susanne Petzold, Halle / Saale (1.Preis)


2003: „WIND-LICHT“
Zwei Keramikpreise wurden vergeben.

Claudia Henkel, Höhr-Grenzhausen (1.Preis)
Silvia Ullmann, Wörthsee-Ettersschlag (1. Preis)


2002: „Frühstück allein“
Zwei Anerkennungen wurden vergeben.

O-Ton Werkstattgemeinschaft Claudia Schöpping und Andreas Zierold, Berlin
Cornelia Garbe, Berlin


2001: „Die Dose“
Drei Keramikpreise wurden vergeben.

Joachim Lamprecht, Ludwigsburg (1.Preis)
Martin Möhwald, Halle / Saale (1.Preis)
Gil Ortiz, Berlin (1.Preis)


2000: „Die Vase“
Drei Keramikpreise wurden vergeben.

Birgit Hasse, Schwerin (2.Preis)
Andre von Martens, Gosda (2.Preis)
Ute Dreist, Techentin (3. Preis)


1999: „Tea for Two“
Zwei Keramikpreise wurden vergeben.

Sonngard Marcks, Wolfenbüttel (1. Preis)
Frank Steenbeck, Jena (1.Preis)


1998: „Der Leuchter“
Drei Keramikpreise wurden vergeben.

Hartmut Link, Billerbeck (1.Preis)
Martin Neubert, Bürgel / OT Taupadel (1.Preis)
Nathalie Schnider-Lang, Alerheim (1.Preis)


1997: „Die Obstschale“
Zwei Keramikpreise und drei Anerkennungen wurden vergeben.

Judith Runge, Halle / Saale (1.Preis)
Annette Wandrer, Berlin (1.Preis)
Barbara Dietel, Grimma (Anerkennung)
Ute Neumann, Langenhessen (Anerkennung)
Kathleen Wunderwald, Jena (Anerkennung)


1996: „Der Krug“
Ein 1.Preis, zwei 2.Preise und ein Sonderpreis wurden vergeben.

Thomas Thunig, Schmölln (1.Preis)
Ute Dreist, Techentin (2.Preis)
Ute Klötzer, Gera (2.Preis)
Kathleen Wunderwald, Jena (Sonderpreis)


1995: „Die Tasse“
Es wurden vier 1.Preise vergeben.

Ute Dreist, Techentin (1.Preis)
Jan Liebmann, Halle / Saale (1.Preis)
Anette Möbius, Jena (1.Preis)
Telsche Neubert, Bürgel / OT Taupadel (1.Preis)