Das Keramik-Museum Bürgel

KontaktÖffnungszeitenEintrittspreise
Keramik Museum Bürgel
Am Kirchplatz 2
07616 Bürgel
Telefon: 03 66 92 – 37 333
Telefax: 03 66 92 – 37 334
eMail: post@keramik-museum-buergel.de
Dienstag – Sonntag: 11.00 – 17.00 Uhr

Dezember bis Februar
Dienstag – Sonntag: 11.00 – 16.00 Uhr

Auf Anfrage sind Sonderöffnungen möglich.
Führungen nach Voranmeldung.

Erwachsene 4,00 €
Schüler/Studenten/Besucher mit Schwerbeschädigten-Ausweis 2,00 €
Familienkarte (2 Erwachsene und 1 Kind, ab dem 2. Kind frei) 9,00 €
Gruppen ab 10 Personen (Preis pro Person) 3,00 €
Kinder unter 6 Jahren frei
Mitglieder des deutschen und internationalen Museumsbundes und Mitglieder des Förderkreises frei
Führungspauschale 20,00 €
Fotoerlaubnis 1,00 €
Sonderveranstaltungen gemäß
Preisfestlegung

Die Sammlung
Die Geschichte des Töpferhandwerks in Bürgel wird in übersichtlicher und anschaulicher Ausstellung präsentiert. Sonderausstellungen zeigen die Geschichte einzelner Töpfereien und Manufakturen oder stellen einzelne Keramikerpersönlichkeiten vor. Dabei wird der Blick auch auf andere Töpferzentren in Thüringen und Deutschland gerichtet.

Das einzige Spezialmuseum für Keramik in Thüringen entstand bereits 1880 als öffentlich zugängliche Mustersammlung.

Als eines der ältesten Keramikmuseen überhaupt wird insbesondere die 450-jährige Töpfertradition in Bürgel dokumentiert.

Darüber hinaus werden ergänzende Sammlungsbereiche zur deutschen und Thüringer Keramikgeschichte vor allem der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie zur Gegenwartskeramik am Beispiel der Wettbewerbe zum Walter-Gebauer-Keramikpreis Bürgel gepflegt. Der kontinuierlich anwachsende Sammlungsbestand umfasst heute etwa 5.000 Inventarnummern.
Ein junges Sammlungsgebiet sind Erzeugnisse der Dornburger Keramik-Werkstatt aus allen Nutzungsperioden vom Bauhaus über Otto Lindig bis zu den Körtings.


Sammlung zur Bürgeler Keramikgeschichte
Dieser Sammlungsbereich ist der älteste und umfangreichste. Neben dem weithin bekannten Bürgeler Steinzeug mit der blauen Anwurfglasur wird die gesamte Palette der Irdenware dokumentiert. Dazu gehören zahlreiche Beispiel der vielfältigen Schlickerdekore bis hin zur inzwischen klassischen Blauweiß-Keramik. Dabei wird angestrebt, mit typischen und untypischen Stücken die Produktion aller Werkstätten zu belegen. Schwerpunkte in der Sammlung bilden die über das Alltagsgeschirr hinaus bedeutend gewordenen Werkstätten und Manufakturen, zum Beispiel Carl Gebauer, Eberstein/Hohenstein, C. A. Schack, Carl Fischer, Otto Beyer, Reichmann und Walter Gebauer.
Positionen der Thüringer Keramikgeschichte außerhalb Bürgels
In Thüringen gab es neben Bürgel weitere Zentren der Töpferei. Das Werra-Gebiet ist hier zu nennen, woher ein kleiner Sammlungsbestand stammt, der zu Vergleichszwecken sporadisch ausgebaut wurde.
Systematisch wird zu Thüringer Keramiker/innen und Werkstätten gesammelt, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts existierten und damit wesentliche Positionen der künstlerischen und der Gebrauchskeramik in der DDR besetzten. Hierzu gehören die Körtings in Dornburg, die Saalfelder Künstlergemeinschaft mit Karl Jüttner, Gerhard Dölz, Dietrich Kleinschmidt und Gerda Körting; Römhilder Keramik des Betriebes von Siegfried Gramann, Keramik aus Friedrichroda von Joseph Höhler und Johannes Urban, von Albert Kießling und Ralf Unterstab in Langenhessen, von Kristian Körting aus Saalfeld oder auch Ulli Wittich-Großkurth aus Jena.
Positionen der bundesdeutschen Keramikgeschichte
Ein noch junger und vergleichsweise kleiner Bestand umfasst Dank mehrerer Schenkungen einen repräsentativen Querschnitt aus dem Schaffen der in Deidesheim lebenden Keramikerin Lotte Reimers. Diese Gruppe wird flankiert von weiteren Einzelstücken westdeutscher Keramik von vor 1989 (Aage Birk, Reinhold Rieckmann).
Positionen der Gegenwartskeramik am Beispiel des Walter-Gebauer-Keramikpreises
Seit der ersten Vergabe des Keramikpreises der Stadt Bürgel – heute Walter-Gebauer-Keramikpreis Bürgel – im Jahr 1995 ist es gelungen, alle ausgezeichneten und mit Anerkennungen versehenen Wettbewerbsarbeiten für das Keramik-Museum zu erwerben. Dadurch ist nicht nur eine einmalige Sammlung preisgekrönter Gegenwartskeramik entstanden, sondern großzügige Förderungen erlaubten darüber hinaus die Erwerbung von der jeweiligen Wettbewerbsjury empfohlener Werke. Auf Grund einer besonderen Qualität in der handwerklichen Umsetzung oder wegen origineller gestalterischer Ideen und Dekore sind dadurch weitere Werke in der Sammlung, die eindrucksvoll die Vielgestaltigkeit des heutigen keramischen Schaffens belegen.
Sammlung Dornburger Keramik-Werkstatt
Die Musealisierung der Dornburger Keramik-Werkstatt bedarf der Fundierung durch Exponate, die geeignet sind, die Geschichte des Ortes und seine keramikgeschichtliche Bedeutung zu dokumentieren und auf kennzeichnende Weise anschaulich zu machen. Seit mehreren Jahren wird systematisch am Aufbau einer entsprechenden Sammlung gearbeitet.